Fünf Erlös-Linien: (1) Messe-Reisepakete, (2) Geschäftsreisen, (3) Hybrid-Lizenz (Seat + Buchung), (4) Plattform-Grundgebühr (pro Unternehmen), (5) SAP-Integration (Setup + Wartung). Alle fünf stecken in der Erlösstruktur (Sidebar 1a–1d) und im Umsatz-Chart. Jede hat ein Start-Jahr/Phase.
Prinzipal · ab Phase 2Messe-Reisepakete — Start ab Jahr 2, 2.000 Pakete im ersten Jahr der Linie à Ø 1.400 €, +42 %/Jahr. Gemischte Marge nur ~12 %: Paket = Hotel (~25 %) + Bahn (dünn) + Messeticket (~0 %). Die fette Marge entsteht separat im Hotel-Spitzenverkauf (Eigenhandels-Modul).
Vermittlung · ab Phase 0/1Geschäftsreisen — Start ab Jahr 1, 4.000 Trips à 600 €, +30 %/Jahr, dünne ~10 % Vermittlungsmarge.
Lizenz · ab Phase 1 · 3. LinieHybrid-Lizenz — pro Nutzer (Seat) + pro Buchung, ~90 % Marge. Default 1.000 Seats × 15 €/Monat + 12 €/Buchung; Buchungen aus den Reise-Linien abgeleitet.
Grundgebühr · 4. LiniePlattform-Grundgebühr — jährliche Basisgebühr pro Unternehmen (Umsatz-Floor, Enterprise-Signal). Default 20 Kunden × 9.000 €/Jahr, +40 %/Jahr, ~90 % Marge. Real nach Größe getiert (S/M/L), hier als Ø.
SAP-Integration · 5. LinieSAP-/ERP-Integration — Enterprise-Add-on: einmaliges Setup (15.000 €) je neuem Enterprise-Kunden + Wartung (8.000 €/Jahr). 40 % der Kunden mit Deep-Integration. ~65 % Marge (Services), zugleich Lock-in/Moat.
Fixkosten realistisch für ein Travel-Tech-Startup mit Pricing-Engine-Kompetenz (Personal 840k inkl. Data Science, dazu Marketing, Agent-Compute, Office, Recht/Compliance). Investitionen Q1: Plattform/Engine, API-Integrationen, Working Capital für die Kontingent-Vorfinanzierung, Gründung.
Das Basis-Szenario ist phasiert. Erst durch die drei Software-/Service-Linien (Lizenz, Grundgebühr, SAP) trägt sich der Case: NPV bei 12 % Diskont rund +0,11 Mio €, Break-even ~Jahr 4. Das Reisepaket-Geschäft allein (12 % Mischmarge) wäre negativ — der Wert kommt aus Software/Service + Hotel-Spitzenverkauf (Eigenhandels-Modul). Worst/Best skalieren automatisch (Diskont 16 % bzw. 10 %).
Zwei bewusste Modell-Entscheidungen, die du kennen solltest: „Umsatz" ist Buchungsvolumen (GMV, Prinzipal-Sicht), nicht Nettoerlös — die Marge steckt in den variablen Kosten.